Stromspeicher: Worauf es dabei ankommt

Ein Stromspeicher kann bei einer konstanten Heizungskostenrechnung von 3.100 Euro Jahresverbrauch enorme Einsparungen abgeben. Als einer der größten Vertreiber von Haushalts- und Industriestromspeichern in Europa setzen wir auf die Technologie von Viessmann.

Mit VITOCHARGE VX3 können Sie enorm Energiekosten einsparen gegenüber einer konventionellen Heizung mit Gas. Aus diesem Grund entscheiden sich immer mehr Haushalte für diese Technologie, um kostbares Gas oder Heizöl zu sparen.

Alle größere Unternehmen investieren in neue Technologien. Speziell in den Bereichen, die die Umwelt positiv beeinflussen. Die Firma Viessmann entwickelt sehr innovative Stromspeicher. Die neue Generation VITOCHARGE VX3 wurde speziell für den Einsatz in Wohngebäuden entwickelt.

Der Kauf eines Stromspeichers kann für jeden vernünftigen Heizungsbetreiber ein größeres Maß an Komfort bedeuten, weil er die dezentrale Energiewende erleichtert und den Heizkostenanteil am Ende des Jahres erheblich verringert.


Der praktische Gedanke des Speichers ist, dass er ein Teil des Systems ist.


Mehrkosten bei zu kleinem / zu großem Stromspeicher

Werden 300 kWh Strom benötigt, aber PV-Strom aufgrund eines zu kleinen Speichers nicht zwischengespeichert und selbst verbraucht, sondern ins Netz eingespeist, entstehen folgende Mehrkosten:


300 kWh x 30 ct/kWh – 300 kWh x 10 ct/kWh = 60,– €



Für die Qualität und Leistungsfähigkeit eines Stromspeichers sind mehrere Faktoren ausschlaggebend. 


Dazu zählen im Wesentlichen:

  • Nutzbare Speicherkapazität
  • Die Speicherkapazität gibt an, wie viel Energie der Stromspeicher aufnehmen kann. Als Faustregel sollte der Speicher so dimensioniert sein, dass er einen Haushalt vom Abend bis zum nächsten Morgen mit Solarstrom versorgen kann.

    Für einen durchschnittlichen Vier- Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 4500 kWh/Jahr reicht eine Größe von 4 bis 6 kWh zumeist aus. Zur Ermittlung des Eigenstrombedarfs sollte der Verbrauch der letzten fünf Jahre herangezogen werden.

    Auch künftige Investitionen sollten bei der Auslegung berücksichtigt werden, etwa die Anschaffung eines Elektroautos oder einer neuen Heizung. Vorteilhaft sind hier Speichersysteme, die sich um weitere Batteriemodule im Plug-and-Play-Verfahren erweitern lassen.

    Eine dauerhafte Speicherung gibt es nicht. Zu groß ist ein Speicher, wenn er an einer Vielzahl an Tagen im Jahr nicht voll genutzt wird bzw. keinen vollen Zyklus durchfährt. In diesem Fall ist er unwirtschaftlich. Die teilweise Nutzung seiner Kapazität trägt nur wenig zur Steigerung der Eigenverbrauchsrate bei.

  • Lade- /Entladeleistung (C-Rate)
  • Die C-Rate vergleicht Batterien in Bezug auf Entlade- und Ladeleistung. Dies ist wichtig, um zum Beispiel Lastspitzen durch Großgeräte wie Waschmaschinen und Trockner abdecken zu können. Die C-Rate zeigt an, wie schnell der Stromspeicher im Verhältnis zur Speicherkapazität entladen wird (Entladeleistung).

    Wie zügig der Stromspeicher anschließend wieder aufgeladen werden kann, zeigt die maximale Ladeleistung. Bei einem Koeffizienten 1C ist eine Batterie innerhalb von einer Stunde komplett geladen oder entladen. Ist der C-Koeffizient < 1, heißt das, dass dies länger als eine Stunde dauert. > 1 bedeutet, dass es weniger als eine Stunde dauert.


  • Batterie-Management-System
  • Das Batterie-Management-System überwacht den sicheren Betrieb der Batterien. Es achtet darauf, dass die Batterien nie vollständig entladen oder überladen werden und durch das sogenannte Zell-Balancing eine möglichst große Energiemenge aus den Batterien entnommen werden kann.

    Hat ein Stromspeicher beispielsweise eine Lebensdauer von 5000 Zyklen bei 80 Prozent DoD (Depth of Discharge), bedeutet das, dass der Speicher diese Zyklenfestigkeit nur erreichen kann, wenn stets eine Restladung von 20 Prozent erhalten bleibt. Ein Stromspeicher mit 5 kWh Bruttospeicherkapazität hätte also demnach eine nutzbare Nettokapazität von 4 kWh.

  • Energie-Management-System
  • Üblicherweise sind Stromspeicher in ein übergeordnetes Energie-Management-System eingebunden, welches die Leistungs- und Energieflüsse aller Komponenten des Energiesystems visualisiert und optimiert. Im Bereich der Visualisierung stehen neben einer Live-Darstellung der Leistungsflüsse zumeist auch Energie-Historienwerte zur Verfügung.

    Im Bereich der Optimierung besitzen Stromspeicher grundsätzlich eine eigene Basis-Betriebsführung, welche die Netzaustauschleistung minimiert und damit die Eigenstromnutzung erhöht. Darüber hinaus bietet das Energie Management weitergehende Optimierungen des Gesamtsystems, um die Eigenstromnutzung, Autarkierate und CO2-Reduzierung weiter zu steigern. In Zukunft übernimmt das Energie Management zunehmend auch Netzmanagement-Funktionalitäten.

  • Kalendarische Lebensdauer
  • Die Lebensdauer eines Stromspeichers liegt bei zehn Jahren und mehr. Je länger er genutzt wird, umso wirtschaftlicher ist er. Seine Lebensdauer ist maßgeblich durch die kalendarische Alterung bestimmt. Diese beschreibt die Degradation der Batterie aufgrund von chemischen Zersetzungsprozessen, welche schneller ablaufen, je höher die Batterie geladen ist. Die kalendarische Lebensdauer ist dabei unabhängig von der Zyklenfestigkeit zu sehen.

  • Ladezyklen / Zyklenfestigkeit
  • Ein Ladezyklus definiert die Entladung der Batterie bis zur Entladetiefe und die anschließende vollständige Aufladung. Bei der Zyklenlebensdauer handelt es sich um die Anzahl der Vollzyklen, für die der Energiespeicher ausgelegt ist.

    Ein Stromspeicher ist nach der vom Hersteller angegebenen/garantierten Zyklenzahl noch lange nicht am Ende seiner Lebenszeit. Nach Ablauf der Zyklenlebensdauer liegt die Ausgangskapazität meist noch bei 80 Prozent.

  • Energiedurchsatz
  • Der Energiedurchsatz beschreibt die Menge an Energie, welche seit Erstinbetriebnahme des Stromspeichers durch die Batterien geflossen ist. Dabei wird nur die geladene oder entladene Energiemenge in Kilowattstunden (kWh) gezählt. Bei Angabe des Durchsatzes in Amperestunden (Ah) kann der Energiedurchsatz über die Nennspannung der Batterie ausgerechnet werden.

    Bei der Angabe der Haltbarkeit von Batterien löst der maximale Energiedurchsatz die Angabe der Zyklenfestigkeit zunehmend ab. Exakter ist vielmehr die Information, wie viel Energie die Batterie über ihre Lebensdauer ein- und wieder auslagern kann. Sie ermöglicht eine bessere Vergleichbarkeit der Stromspeicher zueinander.

  • Entladetiefe
  • Die Entladetiefe zeigt an, wie viel Prozent der gespeicherten Energie aus dem Stromspeicher entnommen werden kann. Je nach Batterietyp sollten nicht mehr als 90 Prozent der gespeicherten Strommenge pro Entladevorgang entnommen werden.

    Für den optimalen Betrieb sorgt in der Regel ein Batterie-Management-System. In neueren Stromspeichern wird die Entladetiefe dynamisch erhöht, um der über Lebensdauer eintretenden Kapazitätsreduzierung entgegenzuwirken. Auf diese Weise kann die nutzbare Speicherkapazität über einen längeren Zeitraum konstant gehalten werden. Dies kann analog zum E-Fahrzeug gesehen werden, wo die dynamische Erhöhung der Entladetiefe zu einer konstanteren Reichweite des E-Fahrzeugs über seine Lebensdauer führt.

  • Gesamtwirkungsgrad (SPI)
  • Der Batterie-Wirkungsgrad beschreibt das Verhältnis zwischen dem Strom, der geladen wurde und der Strommenge, die für die Entnahme aus der Batterie zur Verfügung steht. Der Wert wird nie bei 100 Prozent liegen, da etwa während der Ladung und Entladung der Batterie durch den sogenannten Innenwiderstand der einzelnen Zellen Verluste in Form von Wärme anfallen.

    Der Gesamtwirkungsgrad bezieht sich auf das gesamte Speichersystem inklusive Wechselrichter und besitzt verschiedene Verlustmechanismen, welche mit dem sogenannten System Performance Index (SPI) einheitlich bestimmt und bewertet werden. Im SPI sind Dimensionierungs-, Umwandlungs-, Regelungs-, Energiemanagement- und Bereitschaftsverluste des Stromspeichers berücksichtigt.

  • Nachrüstbarkeit
  • In den meisten Fällen sind Stromspeicher mit unterschiedlichen Speicherkapazitäten erhältlich. Dabei können Batterien sehr häufig auch zu einem späteren Zeitpunkt nachgerüstet werden, zum Beispiel, wenn ein E-Fahrzeug angeschafft und/oder die PV-Anlage erweitert wird. Bei Parallel- oder Serienschaltung von Batterien ist zu beachten, dass die schwächste Batterie die Leistungsfähigkeit aller Batterien bestimmt.

    Somit wird die Nachrüstung nur in einem begrenzten Zeitraum (zum Beispiel bis zu einem Jahr) nach Erstinbetriebnahme empfohlen. In Stromspeichern mit Leistungsstellern in jeder einzelnen Batterie entfällt diese Einschränkung. Allerdings sind diese Systeme aufwendiger und damit teurer als Stromspeicher mit direkter Paralleloder Serienschaltung der Batterie.

  • Wartung
  • Ein Stromspeicher-System ist normalerweise wartungsfrei. Seine Funktion kann im Display oder auch über ein Online-Portal überwacht werden.

Text Quelle: Viessmann

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