Strom selbst erzeugen und speichern: Funktional und wirtschaftlich

Seit 2004 bis heute ist der Strompreis um rund 69 Prozent gestiegen*. Ein Grund, sich über die Verwendung von selbst erzeugtem Strom Gedanken zu machen. Seit auch für den privaten Haushalt die geeignete Technik verfügbar ist, lohnt sich die Investition zunehmend. Denn: Wer möglichst viel davon im eigenen Haus verbraucht, macht sich autark vom Strombezug aus dem öffentlichen Netz. Zumal die Einspeisung ins Stromnetz – staatlich gefördert durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) – längst nicht mehr so attraktiv ist wie vor einigen Jahren.



Photovoltaik-Anlagen (PV) sind millionenfach auf den Hausdächern zu finden und seit Jahrzehnten bewährt. Der so erzeugte „grüne“ Strom schont nicht nur die Umwelt durch Reduzierung der Treibhausgase, sondern trägt auch mit dazu bei, wertvolle natürliche Ressourcen zu schonen. Wer es beispielsweise schafft, etwa 30 Prozent seines Strombedarfs mit der eigenen Solaranlage (ohne Speicher) zu decken, legt sein Geld in der Regel gut an. „Investitionen in Photovoltaik-Anlagen sind definitiv sinnvoll“, sagen Energieexperten. Trotz gesunkener EEG-Vergütung können sich die Paneele wieder nach zehn oder weniger Jahren amortisieren.

Selbst produzierten, Strom speichern und Energiekosten reduzieren.

Intelligente Systeme für das moderne Ein- und Zweifamilienhaus

Für die Maximierung der Eigenstromnutzung wird der PV-Strom anstelle der Einspeisung ins öffentliche Netz in kompakten Batterie-Units gespeichert. Erst bei einem vollen Speicher wird überschüssiger Strom an das öffentliche Netz gegen eine Vergütung abgegeben. Da jedoch die Vergütungssätze für Anlagen bis 10 kW seit 2005 von damals 0,55 €/kWh inzwischen auf weniger als 0,10 €/kWh gesunken sind, spricht alles für den maximalen Verbrauch des selbst erzeugten Stroms.

Der Strom aus der Batterie ist jederzeit verfügbar – auch dann, wenn die Sonne nicht scheint oder nachts, wenn die Photovoltaik-Anlage keine elektrische Energie generiert.

Tatsächlich lässt sich bei einer optimal ausgelegten Kombination von PV-Anlage und Stromspeicher eine Eigenverbrauchsrate von rund 70 Prozent erreichen. Durch den Betrieb von solarstrombetriebenen Wärmepumpen kann die Nutzung des eigenen PV-Stroms sogar weiter gesteigert und Energiekosten auch für die Wärmeerzeugung deutlich reduziert werden. Mit stromerzeugenden Heizungen wie Brennstoffzellen- Heizgeräten und Stromspeichern sind darüber hinaus Autarkieraten von über 80 Prozent möglich.

Folglich wird der Zukauf aus dem öffentlichen Stromnetz auf ein Minimum reduziert. Kraftwerke verbrauchen weniger fossilen Brennstoff und reduzieren den CO2-Ausstoß. Damit leisten Stromspeicher-Systeme einen spürbaren Beitrag zur Energiewende.

*Quelle: Verbraucherportal Verivox
Text Quelle: Viessmann